Das Verlangen der Liebe

Ist es möglich, dass die Liebe etwas verlangt?

Bei den kleinen "ichs" in unserer Traumwelt tut sie es definitiv. Unsere kleinen "ichs" verlangen ständig etwas:

"Liebe mich bitte so, wie ich dich liebe"

"Vertraue mir, sonst kann ich dir nicht vertrauen"

"Behandle mich gut und sorge für mich  (so wie "ich" es benötige), damit ich mir deiner Liebe sicher sein kann und ich auch dir das geben kann, was du benötigst."

etc. ....

Grundsätzlich ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden, solange das gegenseitige Verlangen bedient wird und das Konzept, wie Beziehung funktionieren sollte, aufgeht. Tut es das nicht, geht das Leiden los..... 

Die absolut ernst gemeinte Frage ist nun: "Kann es anders sein?" Die ANTWORT ist wie immer: JA! 

Dabei dürfen wir nun aber nicht vergessen, dass die ANTWORT für das kleine "ich" nicht auszuhalten ist. Sie ist die größte Herausforderung, der sich das kleine "ich" in seinem Traumleben stellen kann. Daher ist es außerordentlich selten, dass sich ein kleines "ich" auf den Weg macht, um den Grund für sein Leiden zu suchen. Denn wenn es sein ZIEL erreicht hat, wird ERKANNT, dass es so etwas wie ein kleines, getrenntes "ich", das von der Liebe eines anderen kleinen, getrennten "ichs"  abhängig ist, gar nicht gibt. Was dann noch bleibt, ist eine LIEBE, die sich ein kleines "ich" nicht vorstellen kann. Denn alles was vorstellbar ist, ist nicht diese LIEBE. Diese LIEBE findest Du nicht im Außen, bei anderen kleinen "ichs", diese LIEBE BIST DU. Und wenn Du Dir erlaubst, Dich ganz in DEINER LIEBE auszuruhen, erkennst DU, dass DU noch nie etwas verlangt hast.