Für B: Ich will es so, wie ich es will!

Mein lieber B, , wenn Du Dir folgende Haltung einfach nur klar machst und eingestehen kannst, dann wird es leichter:

"Ich will es so, wie ich es will."

Der grundsätzliche innere Widerstand gegen Rat oder Hilfe von jemandem "außerhalb" von Dir macht, dass Du nicht über das hinausgehen kannst worüber Du aber eigentlich hinausgehen willst. Du hältst die vermeintlichen "Besserwisser" im Außen nicht gut aus, siehst aber dabei nicht Deine eigene Egozentrik, die sagt:

"Niemand hat mir zu sagen was ich tun soll. Ich werde tun was ich will."

Es geht nicht darum, dass wir Jedem und Allem im Außen glauben schenken müssen und jedem Ratschlag ungeprüft folgen sollen, aber diese innere Abwehr, dieses innere "Nein" gegenüber jeglichem Rat und jeglichem Hinweis vom Außen, versperrt uns gleichzeitig GOTTES HILFE. Weil wir es unbedingt selbst machen und selbst wissen wollen, gelingt es uns nicht, einen WIRKLICHEN HINWEIS durch jemanden im "Außen" zu erkennen. Warum ist da so? Weil das Ego sagt: "Wenn du Recht hast und ich dazu ja sage, dann werde ich abgewertet. Aber ich will der/die Wichtigste sein. Wenn ich Deinen Rat annehme, dann weißt Du mehr als ich. Das ist für mich unerträglich, weil ich es besser wissen will. Ich will König sein und ich will mir die Antwort auf all meine Fragen selbst geben."

Diese Haltung ist meist unbewusst und die meisten Menschen sagen dazu: "So bin ich nicht." Aber wenn folgende Gedanken oder Sätze auftauchen, können sie daraufhinweisen, dass sie sich irren:

"Was fällt Dir ein mir einen Rat zu geben"

"Wie kommst Du darauf, dass Du mehr über mich weißt, als ich selbst"

"Mir kann keiner helfen"

"Was glaubt er, wer er ist"

"Die glaubt, sie wüsste da etwas."  

"Du kannst mir gerne antworten, aber ich werde sowieso nur die Antwort akzeptieren,

die in mein Denksystem passt. Später werde ich so tun, als hätte ich sie mir selbst gegeben:" (Was auf einer anderen Ebene natürlich auch so IST. ;-))

o.ä.

 

Nochmal, es geht nicht darum, dass wir immer das tun sollen was uns andere raten oder anweisen. Das wäre ganz offensichtlich nicht der richtige Weg. Aber was wir tun können, ist unser "Nein" oder unseren Widerstand gegen den Rat und die Hilfe von "außen" zu erkennen. Vielleicht können wir dann sehen, wie klein unsere eigene Welt ist und das wir uns weigern, dem "Größeren und Weiseren" eine Tüt zu öffnen. Und das nur, weil wir einem anderen nicht zugestehen möchten, dass er tatsächlich mehr Verständnis besitzt als ich selbst und ich mir den Zugang zu diesem Verständnis durch meinen egozentrischen Widerstand verweigere.

 

Wenn ein kleines Kind sich nicht davon abbringen lässt, dass da ein Monster unter seinem Bett ist, dann wird es weit länger in Angst und Schrecken leben müssen, als ein Kind, das seiner Mutter glaubt und vertraut.

 

Dazu aus EKiW:

Erinnere dich an das, was wir über die furchterregenden Wahrnehmungen von kleinen Kindern sagten, die sie

erschrecken, weil sie sie nicht verstehen. Wenn sie um Aufklärung bitten und diese akzeptieren, verschwinden ihre

Ängste. Aber wenn sie ihre Alpträume verbergen, behalten sie sie. Es ist leicht, einem unsicheren Kind zu helfen,

denn es begreift, dass es nicht versteht, was seine Wahrnehmungen bedeuten. Du aber glaubst, dass du die deinen

verstehst. Kleines Kind, du versteckst deinen Kopf unter den schweren Decken, die du auf dich gelegt hast. Du

verbirgst deine Alpträume in der Dunkelheit deiner eigenen falschen Gewissheit und lehnst es ab, deine Augen zu

öffnen und sie anzusehen