Tribut an Ariel

Durch Dich habe ich bedingungslose Liebe erfahren. Ich lernte diese Liebe anzunehmen als auch wieder zu geben.

Du hast mich dazu gebracht, mich meinen größten Ängsten zu stellen. So durfte ich einen Blick hinter die Angst werfen und staunend erkennen, wie die Angst mich begrenzt. Die Öffnung geht weiter und wird nicht enden und Du hast mich durch ihr Tor geführt.

Als Saturn mir eine "Liebe" genommen hatte, schlug bald darauf die unfassbare LIEBE zu Dir ein wie ein Donnerhall. Ein Bild erinnerte mich an Dich und dann wurdest du plötzlich wahrnehmbar, bevor Du in Deiner wunderschönen Form sichtbar wurdest. Schon zu dieser Zeit hast Du mich durch die Wälder geführt, an die geheimnisvollen Plätze, an denen ich unterrichtet wurde. Und Du hast bei Sonne, Wind und Regen geduldig gewartet, um mich dann wieder nach Hause zurückzuführen. Tag für Tag, für Tag, für Tag, bis zu dem Tag, als Du in diese Welt getreten bist.

Ab da gestaltete sich Dein Lehren etwas "handfester" und ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffe. Ich wollte, dass dieser Kelch an mir vorüberging, aber Du hast mich gezwungen durchzuhalten und nicht aufzugeben, immer wieder hast Du mir keine Wahl gelassen und mir mit Deiner Liebe und Ergebenheit gezeigt, was alles möglich ist.

Du hast mich gelehrt still zu sein wenn ich dachte, ich müsse angreifen. Und wenn sie über uns spotteten und behaupteten, dass unsere Beziehung zu weit ginge, war allein Deine Gegenwart ausreichend, um mir sicher zu sein, dass sie sich irrten. Wie konnten und können sie auch wissen, was für eine Bedeutung dahinter lag und liegt. Manchmal halten die Menschen so fest an ihrem Bild, welches sie von anderen und der Welt haben, dass sie das Wahre dahinter einfach nicht erkennen.

 

So, wie Du oft im Wald unermüdlich tiefe Löcher gegraben hast, so hast Du auch in meinem Herzen gegraben und einen Schatz hervorgeholt, der beinahe vollständig in Vergessenheit geraten wäre.

Du hast mich gelehrt zu akzeptieren und anzunehmen und doch meinen Teil beizutragen, so weit es für mich möglich ist.

 

In Deinem Beisein brach immer mehr weg, Stück für Stück, bis fast nichts mehr übrig blieb, und mir ist klar, dass es nicht anders hätte sein können, aber dass es ohne Dich nicht zu tragen gewesen wäre.

Jetzt bist auch Du gegangen und wieder hat der "unerbittliche" Planet seine Finger im Spiel. Du lässt mich zurück mit all DEM, welches ich mit Dir und durch Dich erfahren durfte.

 

Die Dankbarkeit, die ich für den kurzen Augenblick unseres Zusammenseins empfinde, übertrifft den Schmerz, wenn ich im Rückblick sehe, welchen Weg Du für mich gegangen bist und was Du auf Dich genommen hast, um den "Deinen" neue Wege zu öffnen, so wie Du den "Meinen" gezeigt hast, welche Kommunikation und Unterstützung zwischen unseren Welten möglich ist.

 

DER GROSSE MANN spuckt mich nun aus in eine Welt ohne Dich, in der ich mich jetzt erst wieder zurechtfinden muss.

Aber wie Peter so schön schrieb: "Du und Ariel, unzertrennlich."

Und wir beide wissen, ganz im Geheimen, wie recht er damit hat!

 

Im Bewusstsein meines SELBST, verneige ich mich vor DEINER GRÖSSE und nehme Dich wieder auf in das MEER, aus dem wir beide hervorgegangen sind.

*12.11.2002  - +17.06.2017